4V Codierstecker
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- Veröffentlicht am Montag, 03. März 2008 11:59
- Geschrieben von gerd_
Die Motronik-Einheiten der BMW- Boxermodelle bieten
zur Programmumstellung die Möglichkeit, ihre Ausgänge SKF1, SKF2, und SKF3 -unterschiedlich kombiniert- auf Masse zu legen. Dies geschieht mit „Codier“- oder „Verbindungssteckern” (nicht einheitliches „BMW-Deutsch“). Die PIN- Nummern der Steuergerät-Ausgänge sind abhängig von deren Version (2.2 / 2.4 EZ / 2.4 DZ), die Bezeichnungen sind identisch.
Mit 3 Ausgängen & Masse lassen sich 8 verschiedene Möglichkeiten realisieren
Unterschiedlich sind, nach Angabe eines namhaften Tuners, die Programminhalte von, gemäss EtNr gleicher, nach BOSCH-Nr jedoch unterschiedlicher MoTronic-Ausführungen. BMW bestätigt dies.
Beispiel: R1100S, R1150GS und R1150GSA haben seit Einführung der DZ die Motronik 13 61 1 658 618. Mit dem Stecker 61 36 8 366 623 wird die „S“ auf „ohne KAT“, die GS auf „mit KAT“ und die GSA auf „91ROZ“ eingestellt. Demnach MUSS die gespeicherte Software unterschiedlich sein.
Somit sind die Änderungen, die mit dem gleichen Stecker geschaltet werden, in unterschiedlichen Fahrzeugmodellen selbst bei Motronic-Einheiten mit gleicher BMW-EtNr nicht unbedingt identisch!!
Welche Programme die einzelnen, fahrzeugmodellabhängigen Motronik-Einheiten jeweils enthalten ist nicht bekannt.
Einige in Umlauf befindliche Auflistungen können nicht stimmen zumal nicht einmal der Typ der Motronik-Einheiten dazu genannt wird.
Was ist denn eigentlich in den Codiersteckern drin?
Antwort: Nichts ausser ein, zwei oder drei Drahtbrücken.![]()
Die "Schaltung“ ist in Bild 1 zu sehen
Das Ganze lässt sich auch selbst herstellen. Dazu braucht’s ein paar Quetschsteckerchen und ein paar cm Draht.
Die Profis können auch eine DIP-Schalterreihe oder 3 Schalter verwenden, aber wozu Fehlermöglichkeiten einbauen?
Kommentar:
Was mich bei der ganzen Steckerei fasziniert, sind die Sagen über (angeblich) erreichte Auswirkungen.
Solange wir nicht wissen welche Programmversion in unserer Q ist und welche Möglichkeiten (nebst Randerscheinungen) mit den Steckern geschaltet wird, halte ich das alles für laue Luft und Stochern im Nebel.
Das einzige wo es eindeutig sein sollte, ist bei den Zubehör-Chips (z.B. BB-). Hier sollten die Hersteller wissen welche "Umstöpselmöglichkeiten" sie eingebaut haben.
Wenn die Adventure(GSA) mit einem Stecker auf "Schlechtsprit" umgestellt werden kann, so heisst das noch lange nicht, dass das auch bei der GS funktioniert. Und schon gar nicht bei GSen mit Baujahren vor der GSA. Danach scheint es mir logisch, dass die gleichen Programme in sonst (scheinbar) identischen Motoren verwendet werden, aber sicher ist auch das nicht.
Leider habe ich auch keine Ahnung wieviel die Freundlichen darüber wissen oder ob sie an der Programmiereinheit nur die Fahrgestellnummer eingeben und auf "NEU LADEN" drücken (oder so ähnlich).
Fazit:
Wilder Codiersteckerwechsel ist fragwürdig, weil man nicht genau weiss was sie tun. Es könnte beispielsweise ein Programm dabei sein das an stark Geschwindigkeitsbegrenzte Länder angepasst ist und extrem (naja :-)) geschmeidigen Lauf bei geringeren Drehzahlen gewährleistet aber nicht vollgasfest bei Hochlast (Autobahn) ist. Braucht dort ja niemand....
Leider stimmen sogar schriftliche Aussagen von BMW-Technik zum Teil nicht mit anderen BMW-Unterlagen überein. Daher ist leider auch die Verwendungsliste nach BMW-Unterlagen nicht "absolut"
Ergänzung (aus einer Händlerinfo)
<<<<<Zitat-Anfang<<<<<<
Sachverhalt
Im Rahmen der Serienbeobachtung hat BMW- Motorrad festgestellt, dass sich bei den Modellen R 1150 GS und R 1100 S (in den ECE Versionen) über die Laufzeit die CO-Abgaswerte im untersten Lastbereich des Motors deutlich verschlechtern können. In den normalen Lastbereichen und damit im überwiegenden Fahrbetrieb bleibt die optimale Wirkung des geregelten Katalysators erhalten.
Ursache
Analysen haben ergeben, dass dieses Verhalten des Katalysators auf die, zugunsten höheren Fahrkomforts im untersten Lastbereich ausgelegte, Motronik-Abstimmung bei den Modellen R1150GS und R1100S zurückzuführen ist.
Maßnahmenplan
Serie:
Zur Stabilisierung des Langzeitverhaltens des Katalysators hat BMW von Mitte März an in der Serienproduktion dieser beiden Modelle eine Modifikation der Motronik-Software vorgenommen.
Kundenlösung:
Für bereits m Kundenhand befindliche Fahrzuge ist dieser Softwarestand nachrüstbar. Wir empfehlen daher allen Besitzern der R1150 GS und R 1100 S einen BMW-Motorradhändler aufzusuchen um diese Modifikation kostenlos vornehmen zu lassen.
Bei den Fahrzeugen des Modells R 1100 S sind Fahrzeuge bis zur Fahrgestellnummer ZA 96576 betroffen.
Bei den Fahrzeugen des Modell R 1150 GS. Fahrzeuge bis zur Fahrgestellnummer ZE 21535
Bitte informieren Sie Ihre R1500GS 1´/ R1100S Kunden mittels des beiliegenden Anschreibens welches Sie auch im Extranet im Anhang an diese Serviceinformation abrufen können.
<<<<<Zitat-Ende<<<<<<
Link
Hier geht es zu einem *.pdf mit der Verwendungsliste
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