4V-Drosselklappentypen
Beigesteuert von gerd_
16.04.2010
Mithilfe erbeten Bei der Frage “Kann man eine Drosselklappe der R 11x0 XY auch bei einer R 11x0 UV verwenden“ muss die Antwort lauten „Ja, vielleicht, aber“.
Bei dem Versuch eine Vergleichstabelle aufzubauen stiess ich auf einige Varianten.
Die Kennung der DKS ist an deren unterem Rand eingeschlagen.
Mit /ohne Seilzugverteiler (Z/O)
Leicht festzustellen. Bei den neueren Ausführungen mit Seilzugverteiler führt zu jedem Drosselklappenstutzen nur genau 1 Bowdenzug. Eigentlich gehört der Seilzugverteiler ohnehin nur indirekt zu den Drosselklappenstutzen, bedingt aber ein Unterscheidungskriterium.
Der Bowdenzuganschluss gerade/schräg (G/S)
Lässt sich anhand der Bilder leicht vergleichen
Die Befestigung der Seilscheibe auf der Drosselklappenwelle Mutter/verpresst (M/V)
Das ist zwar zwischen Drosselklappenstutzen und Getriebe, aber mit etwas verrenkten Augen kann man es sehen. Gefühlvolle tasten mit den Fingern ob die Seilscheibe eher glatt ist oder sich eine Mutter „auftürmt“.
Die Oberfläche unbeschichtet/beschichtet (U/B).
Die neueren Drosselklappenstutzen sollten alle beschichtet sein. Unbeschichtete erkennt man, selbst wenn sie geputzt sind, am Gammellook.
Der Anschlagwinkel 10/5 Grad (1/5)
Das ist eher schwierig zu ermitteln. Aber er steht auf der Drosselklappe
Die Bohrungen für die Einspritzdüsen sind unterschiedlich
Das ist wieder relativ einfach. Ab der Motronik 2.4 kam diese Änderung (und andere Einspritzdüsen). Davon betroffen sind alle R1150 XX UND die R1100S
Also:
Bei den R1150XX
sind alle DKS untereinander tauschbar (soweit man nicht versucht 2 linke zu montieren).
Bei den R1100 XX muss man unterscheiden zwischen denen der RT/RS mit 10° Grundwinkel u8nd denen der GS/R mit 5°.
Tauscht man ein gesamtes Paar ist es möglich. Vorzuziehen wäre dann allerdings diejenigen mit 5° weil hier die Gasannahme und –übergang besser sind. Beschichtung oder Befestigung der Seilscheibe spielen nur optische Rollen.
Wenn jemand das Problem mit den unterschiedlichen Bohrungen für die Einspritzventile löst, lassen sich auch R1100xx gegen R1150 XX DKS tauschen. Der Austausch der Ventile („ham’ wer gleich“) ist nicht anzuraten, da diese wiederum auf die Motronik abgestimmt sind.
Mithilfe erbeten
Nachdem ich nicht herausbekommen habe nach welcher Logik sich die Anschlüsse der Bowdenzüge von „gerade“ nach „schräg“ änderten, und ich den Rest gerne überprüfen würde, bitte ich dazu um Mithilfe.
Wenn bitte die Fahrer, speziell einer R1100 XX ein Mail schicken würden und darin das was bei ihnen verbaut ist kund tun.
Z.B.würde genügen: 1100R3/96O, rechts GMU45/104 links SVB45/103
Heisst im Langtext:
R1100R, Zulassung März1996, ohne Seilzugverteiler,
rechts gerader Anschluss, Seilscheibe mit Mutter befestigt, Gehäuse unbeschichtet
links schräger Anschluss, Seilscheibe verstemmt, Gehäuse beschichtet
Schlussfolgerung:
Mist, da hat schon mal jemand einen Drosselklappenstutzen ersetzt
Niemand braucht den DKS zu zerlegen um 5/10° Anschlag zu untersuchen!! :-)
Letzte Aktualisierung ( 23.04.2010 )
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